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Willkommen bei der Schweisfurth-Stiftung
   
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Offizielles Projekt der UN-Weltdekade
Dienst an der Erde und dem Leben

Landwirtschaft ist unsere Lebensgrundlage

 

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft (www.zs-l.de) fördert wegweisende

Projekte der ökologisch und sozial nachhaltigen Landwirtschaft. Sie

engagiert sich in der öffentlichen Diskussion mit dem Ziel, die biologische

Landwirtschaft als Leitbild künftiger Agrarpolitik zu etablieren und

fortzuentwickeln. Die Stiftung finanziert z.B. 50% der ökologischen

Saatgutforschung in Deutschland. Saatgut ist weltweit die Grundlage für

unsere tägliche Ernährung. Nur eigenständige Züchtung sichert die

Unabhängigkeit der Lebensmittelversorgung. Ökologisch gezüchtetes Saatgut

ermöglicht den Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger und verbessert den

Geschmack. Es ist regional angepasst und kann von Landwirten selbst

weiterentwickelt werden.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft wurde im Jahr 2000 von der GLS Treuhand

e.V. gemeinsam mit 20 Partnern aus dem In- und Ausland (darunter auch die

Schweisfurth-Stiftung) gegründet.

 

 

 

Förderrichtlinien

 

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft fördert öffentliche Aufgaben auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft, wobei insbesondere folgende Schwerpunkte gesetzt wurden:

 

Umwelt- und Naturschutz +

Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen auf eine solche Grundlage gestellt werden, dass sie dem Leben, der Erde und der in ihr angelegten und fortschreitenden Evolution in aller Artenvielfalt ebenso dienen wie dem Bedürfnis des Menschen nach gesunder Nahrung. Die Einsicht sollte Verbreitung finden, dass das eine das andere bedingt und dass der einzelne landwirtschaftliche Betrieb Ausgangsort einer sich erneuernden Kulturlandschaft wird. Landwirtschaft ist auf diese Weise aktiver Umwelt- und Naturschutz.

 

Gemeinschaftsbildung +

Es sollen regionale Landschaftsräume geschaffen werden, in denen sich neue Formen der Gemeinschaftsbildung auf kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet entwickeln können.

 

Zusammenarbeit =

Kooperationen und Netzwerke sollen unterstützt werden, die eine Zusammenarbeit von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern ermöglichen.

 

Landwirtschaftlicher Organismus

Das Leitbild des vielfältigen landwirtschaftlichen Organismus entspricht dabei dem Anliegen der Stiftung; ein Organismus, der in landwirtschaftlicher Hinsicht weitgehend geschlossen ist und bei minimierter Betriebsmittelzufuhr durch Integration von Acker- und Gartenbau, Viehhaltung, Wiesen- und Weidewirtschaft, Obst- und Waldbau die Naturgrundlagen dauerhaft erhält und sich gleichzeitig einem sozialen, regionalen Umfeld öffnet sowie aktiv Kooperationen eingeht.

 

Weitere Schwerpunkte

Soweit den gemeinnützigen Zielen dienlich, fördert die Stiftung die Erhaltung und die Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten auf dem Lande („Neue Arbeit“) und die Entwicklung und Gestaltung möglichst weisungsungebundener Arbeitsverhältnisse.

 

Die Stiftung fördert in gleicher Weise die Entwicklung neuer Eigentums und Beteiligungsformen, gesellschaftsrechtliche und arbeitsrechtliche Gestaltungen im Sinne der ideellen Zielsetzungen der Stiftung sowie die Entwicklung und Gestaltung zeitgemäßer Wohnformen (auch im Alter und von Altenteilsrechten).

 

 

Projektarbeit der Stiftung

 

Die folgenden Kurzbeschreibungen einiger unterstützter Projekte geben Einblick in die Stiftungstätigkeit.

 

Bereich Tierzucht

Tierzuchtfonds

Der Tierzuchtfonds (www.tierzuchtfonds.de) setzt sich für eine artgemäße ökologische Tierzucht ein. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft hat gemeinsam mit der Schweisfurth-Stiftung, dem Deutschen Tierschutzbund und Pro Vieh diesen Spendenfonds gegründet, um wissenschaftliche und praktische Projekte im Bereich der artgemäßen Tierzucht zu fördern. U.a. werden das Geschwisterkükenprojekt der Interessensgemeinschaft Biogeflügel sowie mehrere Projekte zur Rinderzucht gefördert.

Eine Chance für das Alte Schwarzbunte Niederungsrind:

Das Altdeutsche Schwarzbunte Niederungsrind ist in seinem Bestand gefährdet und steht auf der "roten Liste". Die größte Herde lebt auf dem Versuchshof Frankenhausen der Universität Kassel. Der Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften prüft, wie sich diese Rasse in der ökologischen Landwirtschaft nutzen lässt.

 

 

Bereich Landwirtschaft und Sozialtherapie

Ein neues Wohnhaus für Betreute und Mitarbeiter in Sophienlust

Der seit 21 Jahren von einer Betriebsgemeinschaft (3 Familien) bewirtschaftete Demeter Betrieb Hof Sophienlust in Schierensee bei Kiel mit 57 ha ist seit 1989 auch eine Sozialtherapeutische Einrichtung mit 13 Behinderten. Insgesamt wohnen 39 Menschen auf dem Hof. Inzwischen ist absehbar, dass einige Betreute auf Gehhilfen angewiesen sind. Dies erfordert entsprechende Räumlichkeiten. Außerdem soll für alle Betreute ein Einzelzimmer ermöglicht und Wohnraum für eine neue Mitarbeiterfamilie geschaffen werden.

 

Bereich Landwirtschaft

Landkauf zur ökologischen Bewirtschaftung durch einen gemeinnützigen Verein

Dem Verein ENTRUP 119 e.V. ist die Frage der Bodeneigentumsverfassung wesentlich. Grund und Boden darf nicht Spekulationsobjekt sein. Mit großem Engagement aus dem privaten und regionalen Umfeld hat der Verein einen Hof und Land von der Ruhrkohle AG gekauft, um für die Zukunft die biologisch-dynamische Bewirtschaftung zu sichern. Die Initiativkraft des Vereins zeigt sich jedoch nicht nur in Finanzierungsfragen. Mit kulturellen Veranstaltungen und Aktionen zur Hofverschönerung (Anlage von Biotopen, Hecken, etc.) ist er ein hervorragendes Beispiel für erfolgreiche regionale Projekte.

 

Bereich Forschung

Die Stiftung unterstützt zahlreiche Forschungsprojekte z.B. im Bereich der ökologischen Saatgutforschung oder Lebensmittelqualität. Außerdem engagiert sie sich bei der Gründung und Finanzierung von Stiftungsprofessuren (z.B.Biologisch-dynamischer Landbau in Kassel-Witzenhausen oder Nachhaltige Ernährung in Münster).

 

 

Bereich Saatgut

Saatgutfonds

Gentechnikfreies und ökologisches Saatgut ist notwendig, um auch in Zukunft qualitativ hochwertige und ökologische Lebensmittel anbieten zu können. Der Saatgutmarkt wird jedoch weltweit von wenigen Großunternehmen bestimmt. Dies führt zur Monopolisierung und zum Verlust der Sortenvielfalt. Durch den Saatgutfonds können mit Spenden, Schenkungen und Stiftungen innovative Züchtungsmethoden und neue Gemüse- und Getreidesorten für den Ökolandbau vorangebracht werden.

 

Gentechnikfreies Saatgut

Die Stiftung organisiert die erfolgreiche europaweite Initiative "Save our Seeds" (www.saveourseeds.org) für die Reinhaltung des Saatguts von gentechnischer Verunreinigung. Über 200 000 Menschen und 350 Organisationen mit mehr als 25 Millionen Mitgliedern, aber auch viele Regierungen und Parlamente in ganz Europa unterstützen diese Forderung.

 

Adresse:

 

Zukunftsstiftung Landwirtschaft

in der GLS Treuhand e.V.

Christstraße 9

44789 Bochum

Tel.: +49 234 5797-141

Fax: +49 234 5797-188

www.zs-l.de

 

 


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