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Willkommen bei der Schweisfurth-Stiftung
   
Erste private landwirtschaftliche Versuchsanstalt

von Karl Ludwig Schweisfurth in Herrmannsdorf

für eine symbiotische* Landwirtschaft im besseren Einklang mit der Natur.

 

Anliegen und Herausforderung sind:

niedrige Investitionen, wenig Technik, wenig Kosten,
bestmögliche Fleischqualität, und gleichzeitig
eine achtsame und gerechte Haltung von Tieren als Gebote von Ethik und Gesetz (Deutsches Tierschutzgesetz / Grundgesetz)

 

Wir versuchen eine andere Form der Landbewirtschaftung, die auch unter dem Namen Permakultur bekannt ist und die vor fünfzig Jahren von dem Japaner Fukuoka erstmalig erprobt und dann von Bill Mollison in Australien und von Sepp Holzer im Lungau weiterentwickelt wurde. Die gelernten Vorstellungen von hochintensiven Monokulturen auf dem Feld und in den Ställen werden durch Polykulturen ersetzt, so wie es der Natur entspricht; die Natur kennt keine Monokulturen.

 

Es gilt herauszufinden, welche Pflanzen sich gegenseitig fördern, schützen und unterstützen und welche landwirtschaftlichen Nutztiere in das System passen. Das gilt besonders für Schweine und Mastgeflügel, die in der modernen Tierhaltung ganz weit von freier Haltung und natürlicher Fütterung entfernt sind und deren Fleischqualität am stärksten gelitten hat. Schweine ernten selbst in der Wachstumsperiode, was wir ihnen angebaut haben. „Wir decken den Tieren den Tisch“ mit Pflanzen, die die Tiere gerne mögen und die die Bodenfruchtbarkeit fördern. Reiches Bodenleben versorgt Schweine und Hühner mit lebendigem Eiweiß in Form von Schnecken, Würmern und Larven. Deshalb wühlen sie, ackern den Boden und streuen ihren Mist gleichmäßig über die Felder. Für den Energieaufwand, den sie für ihre Arbeit brauchen, geben wir ihnen etwas mehr Futter. Das ist sinnvoller als die Energie, die schwere Erntemaschinen und große Traktoren für den Transport sowie die Maschinen für die Lagerung, Mischen, Mahlen, Füttern etc. „fressen“, die immer teurer wird und die wir aus unsicheren Ländern importieren müssen. Das alles erfordert Umdenken und viel Mut, gelernte Denkmuster in Frage stellen.

 

Dazu kommen fruchttragende Bäume und Sträucher, die das Mikroklima verbessern. Gemüse und Kräuter werden auf Hügelbeeten angebaut. Was der Mensch nicht erntet, fressen die Tiere.

 

So werden die Tiere mit reichhaltigem und natürlichem Futter versorgt, das alles an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen enthält, was die Tiere für Gesundheit und ein stabiles Immunsystem brauchen und Voraussetzung ist für gute Fleisch- und Fettqualität.

 

Die Investitionen für Maschinen und Ställe sind niedrig. Viele Einrichtungen können selbst gemacht werden. Der Arbeitsaufwand ist gering, da die Tiere nur im Winter gefüttert werden müssen und im Sommer ihr Futter selber ernten. Diese Art der Landbewirtschaftung könnte eine Alternative darstellen für kleinere Landwirte mit Schwerpunkt Tierhaltung auf Grünland-Standorten, die für einen intensiven Ackerbau nicht so gut geeignet sind, die sich darauf konzentrieren, höchste Fleischqualität für einen wachsenden und zukunftsfähigen Markt zu erzeugen.

 

(*das „Zusammenleben“ von Menschen, Tieren, Pflanzen und Boden zum gegenseitigen Nutzen)

 


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