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In seiner Rede im Kreis von Alt-Kuratoren, Mitarbeitern und Familie, betonte der Stifter: „Oft habe ich wohlhabenden Menschen gesagt: »Gebt her von eurem Reichtum, schenkt in barer Münze, macht eine sinnvolle Stiftung und ihr bekommt so viel zurück in anderer Währung, an Begegnungen, Gedanken ... Es macht doch keinen Sinn, der Reichste auf dem Friedhof zu sein.«“
Vom Kuratorium zum Vorsitzenden neugewählt wurde Josef Jacobi, der seine Wahl mit den Worten kommentierte: „Gerne übernehme ich die Aufgabe als Kuratoriums-vorsitzender der Schweisfurth-Stiftung. Die Förderung des Tierwohls ist auch mir zeitlebens schon wichtig. Mit der regionalen, handwerklichen Lebensmittelverarbeitung befasse ich mich seit Jahrzehnten und auch mit den agrarethischen und agrarpolitischen Vorstellungen des Stiftungsgründers und bisherigen Vorsitzenden stimme ich überein. So wird es unter meinem Vorsitz um Kontinuität in der Arbeit der Stiftung gehen. Aber natürlich wird das Kuratorium auch auf neue Entwicklungen, wie z.B. die soziale Landwirtschaft verstärkt eingehen. Bauern, Verbraucher, Umweltschützer, Tierschützer für eine faire, nachhaltige regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von gesunden Lebensmitteln ist die Leitlinie meiner Arbeit.“
Als stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende wurde Anne Schweisfurth gewählt.
Der Vorstand der Schweisfurth-Stiftung, Prof. Gottwald, würdigte die jahrzehntelange Arbeit des Stifters und Kuratoriumsvorsitzenden für die Zukunft der Agrarkultur. Er stellte heraus, dass ohne die großzügige Stiftung und das tätige Wirken von Karl Ludwig Schweisfurth viele der über 1.300 Projekte, die seit der Gründung durchgeführt wurden, nicht zur ökologischen und sozialen Transformation der modernen Gesellschaft hätten beitragen können, und die nachhaltige Entwicklung der Land- und Lebensmittelwirtschaft im Sinne einer „Ökologie der kurzen Wege“ nicht möglich gewesen wäre. Er stellte die besonderen Leistungen von Karl Ludwig Schweisfurth beim Schaffen der kulturellen Grundlagen für die Lebensmittel von Morgen heraus und versprach, sich im Sinne des Vermächtnisses des Stifters für die Gestaltung nachhaltiger Agrarkulturen auch weiterhin voll umfänglich einzusetzen.
Während der festlichen Abendveranstaltung anlässlich des Wechsels im Kuratoriumsvorsitz würdigte die Stiftungskuratorin, Frau Dr. Antje Vollmer, Karl Ludwig Schweisfurth und seine Verdienste um die deutsche Stiftungslandschaft insgesamt, während der langjährige Geschäftsführer der Schweisfurth-Stiftung, Herr Dr. Manuel Schneider, eine Rede hielt, in der die ethischen Grundlagen der Arbeit zum Tierwohl und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Nutztiere in der Schweisfurth-Stiftung reflektiert wurden (http://www.allianz-fuer-tiere.de/). Auch die Altkuratoren Professor Dr. Dr. Günter Altner und Horst Nowak sprachen über die Werte und die Ideale, die sie, von Karl Ludwig Schweisfurth vorgelebt, in der Stiftung umgesetzt finden.
Zum Abschluss des Festes bedankte sich Karl Ludwig Schweisfurth bei allen, die mitgeholfen und mitgewirkt haben, dass seine Stiftung eine „namhafte“ Institution mit hoher Reputation und großer Glaubwürdigkeit im wissenschaftlichen und politischen Umfeld geworden sei.
Er übernimmt auf Wunsch des Kuratoriums den Ehrenvorsitz auf Lebenszeit.
München, 9. Juni 2008
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald

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