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Unsere moderne Wirtschaft beruht auf der Annahme, dass eine Zunahme des globalen Handels gleichzeitig auch einen Zuwachs an weltweitem Wohlstand bedeutet. Tatsächlich jedoch erweist sich die Globalisierung auch als verantwortlich für den dramatischen Zuwachs der Armut, für das Auseinanderdriften von Reich und Arm sowie für eine Reihe von gravierenden Umweltproblemen.
Die bekannte Pionierin und Umweltaktivistin Helena Norberg-Hodge zeigt in ihrem Vortrag, wie eine Prioritätenverschiebung von der Globalisierung zur Lokalisierung eine Reihe von sozialen, ökologischen und ökonomischen Problemen zu lösen vermag.
Für ihre erfolgreiche und beispielgebende Selbsthilfe-Initiative „Ladakh-Projekt“ erhielt die Linguistin 1986 den Alternativen Nobelpreis. Heute ist sie Mitglied des Club of Budapest und betreibt mit der von ihr gegründeten „International Society for Ecology and Culture“ die weltweite Kampagne „From Global to Local“, um die lokale Wirtschaft zu stärken.
Anhand ihrer Erfahrungen berichtet die Ladakh-Expertin, inwiefern sie das lokale Wirtschaften auch persönlich als Weg zum Glück erfahren hat. Denn nur durch die Stärkung des lokalen Sozial-gefüges und den Aufbau funktionierender Gemeinschaften kann eine Basis für die Erfahrung von Lebensglück geschaffen werden.
Diese Überzeugung basiert auf ihren langjährigen Erfahrungen in so vielfältigen Gesellschaften wie im hochindustrialisierten sozialistischen Schweden, dem ländlichen Spanien und vor allem in Ladakh, einer traditionellen Kultur im westlichen Himalaya.
Was aber können wir für unsere Zukunft lernen von dieser naturnahen Kultur in Ladakh? Wie können wir zu einem Richtungswechsel beitragen: von der globalen Abhängigkeit zur lokalen Unabhängigkeit? Diesen und anderen Fragen wird die Pionierin nachhaltiger lokaler Entwicklung auch im Gespräch mit den Gästen nachgehen.
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Vorstand
Verena Walterspiel, Projektleitung

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