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Willkommen bei der Schweisfurth-Stiftung
   
Fortsetzung - Transgene Tiere in der Landwirtschaft

Steigerung der Produktivität

 

Schon heute leiden die landwirtschaftlichen Nutztiere z.B. unter ihrer hohen Milchleistung bei Rindern oder dem massiven Fleischansatz bei Schweinen. Krankheiten wie Entzündungen der Gelenke, Stoffwechselentgleisungen und kurze Lebensdauer machen diesen Ansatz bereits fragwürdig. In den USA sind produktionssteigernde Wachstumshormone im Gegensatz zur Europa erlaubt. Das Amerikanische Landwirtschaftsministerium hat folgerichtig das „Beltsville“ Schwein mit einem Wachstumshormongen von Rindern zur höheren Fleischproduktion entwickelt. Die Schweine haben massive gesundheitliche Probleme, die man durch den Einsatz geeigneter Promoteren in einem weiteren Züchtungsschritt verringern will. In Australien und Neuseeland sind Schafe wichtig für den Export. Gewünscht wird, dass sie durch die Einführung fremder Gene mehr Wolle produzieren, um wirtschaftlicher zu werden.

 

 

Veränderungen der tierischen Produkte

 

Die Kuhmilch ist ein wichtiges Grundprodukt der Lebensmittelindustrie. Viele Menschen vertragen die Lactose der Milch nicht, daher wird an der gentechnisch veränderten Kuh mit lactosefreier Milch geforscht. Die Firma „Gene Pharming“ aus den Niederlanden lies sich das für den Stier Herman patentieren, wobei noch ungeklärt ist, ob er diese Eigenschaft auch an Kühe vererbt. Auch an veränderten Fleischqualitäten mit zum Beispiel verbesserten Fettsäuremustern wird geforscht.

 

 

Veränderungen der Ausscheidungen

 

Die industrielle Massentierhaltung bringt massive Umweltschäden in Form von Gülle, Ammoniak und klimarelevanter Gasemissionen mit sich. Eine Lösung wird in der Entwicklung transgener Tiere geprobt. „Enviropigs“ aus Kanada können mit einem neuen Gen für Phytase Phosphor besser abbauen und die Phosphorbelastungen im Schweinemist reduzieren.

 

 

Genscreening

 

Die schmale Zuchtbasis bei Rindern, die hauptsächlich auf Schwarzbunten Deutsch Holstein und Fleckvieh mit wenigen Vatertieren beruht, führt zur massenhaften Weitervererbung aller Eigenschaften, nicht nur der erwünschten. Ein einzelner Zuchtbulle kann mit der künstlichen Besamung bis zu einer Million Kälber zeugen. Ein Gentest soll helfen, diese Fehler zu identifizieren, so dass in Zukunft diese stillgelegt oder fehlende Gene eingefügt werden können.


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