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| Welternährung im Fokus
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| Mittwoch 18.03.09 |
Weltweit hungern knapp eine Milliarde Menschen. Pro Jahr kommen erneut 80 Millionen Menschen hinzu, die satt werden wollen. Die Hungerproblematik wird seit Jahrzehnten diskutiert, Strategien und Aktionsprogramme zur Welternährung entwickelt – bisher ohne Erfolg. Denn eine Sicherung der Welternährung liegt nicht in der Menge, sondern in der Verteilung begründet.
"Zukunft satt – Kann uns die Erde noch ernähren?" lautete daher der Titel meines Impulsvortrags am 17. Februar, den ich anlässlich der Dialogforen 2008/2009 der Münchner Rück Stiftung zum Thema „Ressourcen – Wohin geht die Reise?“ hielt.
Das Fazit: der industrielle Landbau steckt in einer Sackgasse. Er ist bei der Hungerbekämpfung gescheitert und auf Dauer nicht zukunftsfähig. Nur ein nachhaltiger Landbau kann die Welt dauerhaft ernähren. Ein solcher „modifizierter ökologischer Landbau“ beinhaltet ein verbessertes Management von Abfällen, Gülle und Mist, die Nutzung neuer Energiesysteme und verbesserte Techniken zur Gesunderhaltung der Böden. Gleichzeitig müssen die politischen Rahmenbedingungen endlich verändert werden und politische Spielräume geöffnet werden, insbesondere in den so genannten Entwicklungsländern. Lokale, kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduktion gilt es zu stärken, grundlegende Arbeitsrechte müssen geschaffen und deren Einhaltung garantiert werden. Die Industrienationen müssen sich von der exportorientierten, intensiven Landbewirtschaftung abwenden und das Subventionssystem grundlegend umgestalten.
Doch auch jeder Einzelne von uns kann durch sein Ernährungs- und Konsumverhalten seinen Beitrag für die Ernährungssicherung leisten. An erster Stelle steht die Reduktion tierischer Produkte auf dem Speiseplan. Insbesondere Fleisch ist nicht nur ein Wasser-, Energie- und Klimakiller, sondern trägt über die Unmengen an benötigten Futtermitteln direkt zu einer Verschärfung der Hungerproblematik bei.
Deshalb: Fleisch- und Wurstwaren ab und zu genießen, dann aber in herausragender Bio-Qualität.
Das hilft nicht nur dem Menschen, sondern auch der Umwelt.
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