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| Politik der leeren Worte
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| Montag 29.06.09 |
Am 17. Juni 2009 fand in Berlin die Tagung „Tierschutz ist Klimaschutz“ statt. Organisatoren waren die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und die Allianz für Tiere, in der auch die Schweisfurth-Stiftung Mitglied ist. Es ging um artgerechte Tierhaltung und die Auswirkungen unterschiedlicher Tierhaltungssysteme auf das Klima. Vertreter der verschiedenen Parteien waren aufgerufen, ihre Wahlprogramme im Hinblick auf diese Problematik vorzustellen. Doch da war leider nur wenig Handfestes zu hören. Man sprach von „Selbstversorgungsbilanz“, „Optimierung der Effizienz der Agrarproduktion“ und, besonders perfide, von der neuen „Proteinstrategie der EU“. Dass Tiere in der industriellen Massenproduktion als Ware, und nicht als Lebewesen oder gar als Individuen wahrgenommen werden, ist an sich nichts Neues.
Doch die Herabwürdigung der Konzepte zum Getreidebau, zum Futtermittelanbau und zur landwirtschaftlichen Tierhaltung zu einer bloßen „Proteinstrategie“ spricht Bände. Die technisierte und administrative Sprache der Politiker ist der eigentlichen Problematik, nämlich der ethischen Bewertung von Tiergerechtheit und kreatürlichen Schutzanliegen in keinster Weise gewachsen. Hier braucht es vielmehr eine mobilisierte Zivilgesellschaft, die solche Bewertungsfragen im aktiven Diskurs erörtert. Nicht zuletzt deshalb arbeitet die Schweisfurth-Stiftung im Kampf für eine nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft vornehmlich mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen.
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