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Gemeinsam mit den Projektpartnern Deutscher Tierschutzbund, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. hat die Schweisfurth-Stiftung das Projekt „Allianz für Tiere in der Landwirtschaft“ ins Leben gerufen. Die Allianz ist bemüht, neue Strategien und Lösungen in ein politisches Konzept einzuarbeiten, welche sich vorrangig an einer tiergerechten und ethisch korrekten Nutztierhaltung orientieren.
Gesundheit und Wohlbefinden aller Nutztiere sollte durch eine tiergerechte Unterbringung gewährleistet sein. Die industrielle Hochleistungszucht von heute muss nachhaltigen, zukunftsorientierten Zuchtstrategien von morgen weichen, die Robustheit, Langlebigkeit und Vitalität unserer Nutztiere in den Vordergrund stellen.
Der industriellen Massenproduktion soll erwidert werden mit ökologischer, standortgemäßer, regionaler Produktion und Vermarktung, so dass sich die Transportzeiten für landwirtschaftliche Nutztiere auf höchstens drei Stunden belaufen.
Die Allianz möchte außerdem Konzepte zu einer Senkung des täglichen Fleischkonsums erstellen, indem sie die ethische Dimension von Produktion und Konsum tierischer Nahrungsmittel ins Bewusstsein der Verbraucher rückt.

Die "Allianz für Tiere in der Landwirtschaft" vergibt seit 2003 alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler einen Förderpreis für Einzelpersonen oder Organisationen, die sich durch ein besonderes Engagement für bessere Zucht- und Haltungsbedingungen unserer Nutztiere auszeichnen.
Weitere Informationen zum Förderpreis sowie zu den Bewerbungsmodalitäten.

Seit Jahren setzt sich die "Allianz für Tiere" für die Etablierung eines Prüf- und Zulassungsverfahrens für Tierhaltungssysteme ein. Wir möchten, dass Haltungssysteme für Tiere, bevor sie auf den Markt kommen, auf ihre "Tiergerechtheit" hin überprüft werden. In der Schweiz hat man mit einem solchen Prüf- und Zulassungsverfahren bereits seit Jahren gute Erfahrungen gemacht.
Die "Allianz für Tiere in der Landwirtschaft" hat einen Eckpunktekatalog für die Durchführung eines freiwilligen Prüfverfahrens erstellt (Stand: 12. Dezember 2007).
Derzeit zeichnen sich erste Erfolge unseres Engagements ab: im März 2009 gab die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD Bundestagsfraktion in einer Pressemeldung bekannt, dass eine Änderung des Tierschutzgesetzes zur Einführung von Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen ermöglicht werden soll, damit die Vorschriften zur artgerechten Tierhaltung besser durchgesetzt werden können.
Pressemitteilung der SPD Bundestagsfraktion vom 05.03.2009
Pressestimme "Konfliktträchtiger Tierschutz-TÜV", in "Unabhängige Bauernstimme", Ausgabe März 2008.

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